Die Geschichte des “Tagebau” Helene See.120-2064_IMG

Der heute so bekannte und beliebte Helene See, war mit seinem Schwesternsee von 1930 bis 1956 ein Braunkohletagebau. Mit der dort abgebauten Kohle wurden im nahegelegenen Heizkraftwerk Brieskow Finkenheerd, Fernwärme und Strom erzeugt. Der heutige See mit einer Wasserfläche von ca. 250 ha entstand durch nachdrückendes Grundwasser. Schon im Oktober 1960 erklärte man das Gebiet um die beiden Seen zum Landschaftsschutzgebiet. Bald darauf begann man mit der Erschliessung zum Naherholungsgebiet. Heute befinden sich am und um den See Campingplätze, Bungalowsiedlungen und nicht zu letzt weitläufige Strandanlagen.

Taucheratraktionen

Tretboot

Im Helene See sind von den hier ansässigen Tauchclubs und Tauchbasen einige Plattformen errichtet worden. Es gibt auch einige “Wracks” zu betauchen.

Der See mit einer Wassertiefe von ca. 56m ist wegen seiner guten Sichtweiten ein geschätztes Tauchgewässer. Die Sichtweiten schwanken aber durch den regen Taucherandrang an den Wochenenden stark.

 

 

Flora und Fauna

Der Helene See ist nicht nur wegen seiner künstlich geschaffenen Unterwasserwelt bekannt, sondern auch wegen seiner reichhaltigen Flora und Fauna. Die am häufigsten anzutreffende Pflanzenart ist die Armleuchteralge (Charophyceae). Ein Vertreter dieser Art im See ist die Sternarmleuchteralge. Neben dieser Pflanzerart gibt es natürlich weitere Arten im See z.B. den gespreizten Hahnenfuss (Ranonculus Circinatus), den Tannenwedel (Hippuris Vulgares), die Wasserfeder (Hottonia Palustris) und das durchwachsenHechte Leichkraut (Potamogeton Perfoliatus) die zu den Blütenpflanzen zählen. Leider sind ihre Blüten stark zurückgebildet und daher oftmals nicht als Blütenpflanzen zu erkennen. Neben der reichhaltigen Pflanzenwelt gibt es viele Tiere im See zu beobachten. Gleich nach dem Einstieg in den See wird man über den Zahlenmässig am häufigsten vorkommenden Fisch stolpern; den Flussbarsch (Perca Fluviatilis). Er ist als Jungfisch in sehr grossen Schwärmen anzutreffen. Aber auch grosse Einzelgänger wurden schon beobachtet. Andere Schwarmfische sind die Rotfeder (Scardinius Erythrophthalmus) und die Plötze (Rutilus Rutilus).In kleineren Schwärmen von 3-8 Tieren findet man auch den Karpfen (Cyprinus Carpio) und die Schleie (Tinca Tinca). Bei den Karpfen unterscheidet man im See die drei Arten Schuppenkarpfen, Spiegelkarpfen und den Zeilenkarpfen. Einer der bekanntesten Jäger ist der Esox Lucius (Hecht). IIMG_0008m Sommer sind die kleineren Hechte bei der Jagd im Kraut zu beobachten. Mit ein wenig Glück entdeckt man Exemplare von einem Meter und mehr. Wenn es Nacht wird im Helenesee erwachen ganz besondere Räuber aus ihrem Schlaf. Der Aal (Anguilla Anguilla), Jäger der Nacht untergliedert sich in den zwei Ernährungstypen: Breitkopfaal und Spitzkopfaal. Auch gefährdete Fischarten sind im See beheimatet, so auch der Steinbeißer (Cobitis Taenia). Ein ganz besonderer Fisch der nur mit viel Glück zu finden ist, ist die kleine Maräne. Natürlich sind auch viele Kleinlebewesen zu sehen, auf die hier nicht verzichtet werden soll sie zu erwähnen. An Krebstieren sind die Wasserasseln und der amerikanische Flusskrebs zu finden. Eintagsfliegenlarven, Liebellenlarven, Köcherfliegenlarven und Stabwanzen bevölkern diesen See. Eine Biologische Filtereinrichtung dieses Sees ist die Wandermuschel (Dreissena Polymarpha). Natürlich ist es nur ein grober Auszug aus dem, was man im Helenesee entdecken kann. Es muss unser Bestreben sein als Sporttaucher diese einzigartige Welt zu schützen und zu erhalten. Wir als Tauchen sollten immer daran denken:
wir sind hier die Gäste..