Chronik des Tauchculbs “Gallus” Frankfurt (Oder) e.V.

Gründung und erste Jahre

Die Sektion Tauchsport der GST-Grundorganisation “Katja Niederkirchner” des VEB Halbleiterwerkes Frankfurt (Oder) entstand durch Ausgründung aus der GST-GO “Herbert Jensch” am 17.02.1977. Zu den federführenden GründungsmitChronik7gliedern zählten Eberhard Fordinal, Manfred Kern, Wolfgang Lau, Gerd Mitbauer und Peter Schalow. Erster Sektionsleiter wurde Wolfgang Lau, der zu Beginn auch der einzige Tauchausbilder war. Ende 1977 erhielt er bei der Ausbildung Unterstützung durch Ulf Heller, Anfang ´78 kam Rolf Swaton dazu. Im Jahre 1978 zählte die Sektion Tauchsport bereits 45 Mitglieder, davon waren 50% Jugendliche. 1978 übernahmen wir die ersten beiden Bungalows am Heleneseestützpunkt. Damit konnten wir die Ausbildungs- bedingungen erheblich verbessern und das Leben in dChronik6er Sektion noch interessanter gestalten. Die beiden hinteren Bungalows wurden zu dieser Zeit noch durch Rüdersdorfer Taucher und HFO-Seesportler belegt. 1979-81 erfolgte die Gestaltung des Clubgeländes - Mutterboden wurde verteilt, Wege gepflastert, und die legendäre Vorversion unseres heutigen grossen Clubtisches entstand. Mit der Planierung des Volleyballplatzes entwickelte sich Volleyball, neben dem Tauchen, zur zweiten Hauptsportart unserer Mitglieder. Die erste Tauchtechnik, das waren 5 “Tschechopren-Anzüge” und 5 DTG diese hielt Peter Schalow unter Verschluss. Zugang erhielten nur ausgewählte Personen. Als gängiges Zahlungsmittel entwickelte sich damals der “Dromps”, ein 5-Liter-Kanister Bier zu 11,60 Mark, der z.B. als Strafeinsatz für die Überschreitung der zulässigen FüllgrenChronik5ze der DTG zum Einsatz kam.

 

 

 

 

 

Jugend- und Wettkampfarbeit

Chronik9Die Jugend- und Wettkampfarbeit nahm von Anfang an im Sektionsleben einen hohen Stellenwert ein. Seit 1978 beteiligten sich unsere Vereinsmitglieder regelmässig an Wettkämpfen im Flossenschwimmen und Streckentauchen. Vorzugsweise gingen junge Wettkämpfer an den Start - wie Claudia Kern, Katrin und Holger Podolski, Dagmar Kulla und Jörn Mallock. Katrin Podolski konnte bei den Bezirksmeisterschaften 1979 als erfolgreichste Starterin fünf Goldmedaillen erringen. Für das Flossenschwimmen und Streckentauchen nutzte man spezielle Flossen mit 96 cm Länge, die eine schnelle Vorwärtsbewegung im Wasser ermöglichten. Mit ihrer Hilfe konnten 100 m in 45-50 Sec. zurückgelegt werden In den Jahren 1980-1990 wurde die Kinder- und Jugendarbeit noch verstärkt. Ab 1979 nahmen die Jugendlichen an Bezirks- und DDR-Meisterschaften aller Art teil, z.B. am Stundenpaarschwimmen, und fanden später oftmals den Weg zum Orientierungstauchen. Chronik10

Die OT-Ausbildung erfolgte unter der Leitung von Wolfgang Lau und Rolf Swaton. Als Ausbildungsassistenten waren Jörg Schröder, Reiner Pankratz, Volker Lindemann und Christian Schröder tätig. Somit konnte der Clubnachwuchs gesichert werden. Seit Mitte der 80er Jahre absolvierten wir unser Hallentraining in der Schwimmhalle des Kraftwerkes Brieskow-Finkenheerd. Beim Umbau der Schwimmhalle, ca. 1985, leisteten wir 500 Aufbaustunden, womit wir unsere Trainingszeiten in Finkenheerd für die folgenden Jahre sichern konnten. Die Aktivitäten der Ausbildungs- und Wettkampfarbeit wurden durch das jährliche Kampfprogramm der GST-GO “Katja Niederkirchner”
VEB Halbleiterwerk Frankfurt/O. bestimmt. So hiess es z.B. in dem Beschluss von 1886/87:Chronik11













“3.4. Tauchsport

3.4.1. ...Am Tauchstützpunkt am Helenesee wird von Anfang Mai bis Ende September die praktische Taucherausbildung im Freiwasser nach Ausbildungsplan und Dienstplan durchgeführt. Zielstellung ist die Ablegung der Taucher-A-Prüfung und der Taucher-B-Lizenzprüfung.

3.4.2. An der Marineschule in Greifswald wird im kommenden Ausbildungsjahr ein Kamerad den Übungsleiter Stufe 1 ablegen. Zum Kampfrichterlehrgang K III werden vier Kameraden delegiert. Es wird eine Kampfrichterweiterqualifizierung durchgeführt. Weiterhin wird ein Kamerad als Ausbilder für die Laufbahn Taucher qualifiziert.

3.4.3. Teilnahme an allen Wettkämpfen F/OT auf Kreis- und Bezirksebene und bei entsprechender Platzierung Teilnahme an DDR-Meisterschaften.Teilnahme am Fotowettkampf am Helenesee mit 3 Kameraden. Wir werden unser 5. DDR-offenes Pokalschwimmen um den Pokal des Betriebsdirektors des HFO durchführen.

3.4.4. Der Trainingsbetrieb in der Schwimmhalle in Brieskow-Finkenheerd läuft wieder im September 1986 an. Dadurch kann der Trainingsbetrieb für die Wettkämpfer und eine Kinder- und Jugendgruppe aufgenommen werden...”

       

Chronik13In den 80er Jahren fanden viele Vereinswettkämpfe mit den Tauchsportfreunden aus Eisenhüttenstadt und Fürstenwalde statt. Aus diesen übersektionsinternen Wettkämpfen entstand der von Manfred Kern ins ins Leben gerufene HFO-Pokal, der erstmals 1983 durchgeführt wurde und sich zu einem Traditionswettkampf entwickelte.

Im Jahre 1983 gingen 19 Teilnehmer aus 5 Mannschaften in der Finkenheerder Schwimmhalle, die sich bald als zu eng erwies, an den Start. Für die Organisation dieses Wettkampfes stand ein Finanzvolumen von ca. 1000 Mark zur Verfügung. In den Jahren 1984-1989 wurde der Wettkampf um den HFO-Pokal im Flossenschwimmen und Streckentauchen in der grösseren Schwimmhalle in Eisenhüttenstadt ausgetragen, denn jährlich wuchsen die Teilnehmerzahlen und somit auch der finanzielle Aufwand. Fips Fleischer und Gert Wolff bewiesen viel Phantasie und setzten alle betrieblichen Möglichkeiten ein, um attraktive Erinnerungsstücke zu gestalten.Chronik14

Den letzten HFO-Pokal-Wettkampf veranstalteten wir 1989 mit bereits 80 Teilnehmern aus 8 Mannschaften, darunter auch eine Mannschaft aus Wroclaw. Das Finanzvolumen belief sich inzwischen auf ca. 6000 Mark. 1990 musste der Wettkampf leider abgesagt werden, da der organisatorische und finanzielle Aufwand nicht mehr realisierbar war.

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